Projektinformation & Bürgerfragen
Die Informationsveranstaltungen zum Energiewerk Jura wurden von vielen Bürgerinnen und Bürgern genutzt, um sich aus erster Hand über das Projekt zu informieren.
Insgesamt konnten wir bei den vier Veranstaltungen rund 400 Besucherinnen und Besucher begrüßen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Gemeinden, den Projektverantwortlichen und Fachleuten von ENERCON nahmen auch Vertreter der Regierung von Mittelfranken an den Veranstaltungen teil und standen für Gespräche zur Verfügung.
An mehreren Themenstationen konnten sich die Besucherinnen und Besucher gezielt zu den Themen Bürgerbeteiligung, kommunale Wertschöpfung sowie Technik und Umsetzung informieren. Besonders gefreut hat uns, dass unser Infomarkt sehr gut angenommen wurde und zahlreiche intensive Gespräche geführt werden konnten.
Besonders erfreulich war das große Interesse und die sachliche Diskussion. Die zahlreichen Fragen, Anregungen und Hinweise helfen uns dabei, das Projekt transparent weiterzuentwickeln und wichtige Themen frühzeitig aufzugreifen. Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern für das Vertrauen, die offenen Gespräche und die vielen konstruktiven Beiträge.
Aus den vielen Gesprächen und Fragen haben wir die am häufigsten angesprochenen Themen zusammengestellt und auf dieser Seite beantwortet. So möchten wir auch denjenigen Bürgerinnen und Bürgern einen einfachen Zugang zu den wichtigsten Informationen ermöglichen, die nicht an einer der Veranstaltungen teilnehmen konnten.
Transparenz und der offene Dialog bleiben für uns auch in den kommenden Projektphasen ein wichtiger Bestandteil. Deshalb werden wir diesen Fragen- und Informationsbereich regelmäßig erweitern und aktualisieren. Sollten Sie weitere Themen haben, die wir hier aufnehmen sollen, freuen wir uns über Ihre Anregungen. Senden Sie uns gerne Ihre Fragen per E-Mail oder sprechen Sie uns direkt an – wir greifen häufig gestellte Fragen gerne auf und beantworten sie öffentlich auf dieser Seite.
Regelmäßiger Online-Informationstermin
Transparenz und der offene Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sind für uns ein wichtiger Bestandteil des Energiewerks Jura. Deshalb bieten wir ab August 2026 einen regelmäßigen Online-Informationstermin an.
Der Termin findet künftig jeden letzten Donnerstag im Monat um 11:30 Uhr statt und richtet sich an alle Interessierten, die sich unkompliziert über den aktuellen Projektstand informieren möchten. In einem kurzen Überblick berichten wir über aktuelle Entwicklungen, wichtige Meilensteine und die nächsten Schritte des Projekts. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
Die Teilnahme erfolgt bequem online über Microsoft Teams. Der jeweilige Teams-Link wird direkt auf dieser Website veröffentlicht, sodass keine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Mit diesem regelmäßigen Informationsangebot möchten wir den transparenten Austausch fortführen und allen Interessierten die Möglichkeit geben, das Energiewerk Jura kontinuierlich zu begleiten und sich aus erster Hand über den Fortschritt des Projekts zu informieren.
Erster Termin: Donnerstag, 27. August 2026, 11:30 Uhr
Teams-Link: Microsoft Teams-Link zum Aufruf der Besprechung
Fragen und Antworten (Stand 22. Juni 2026)
Nein. Derzeit geht es ausschließlich darum, die Öffentlichkeit umfassend über das Projekt zu informieren und Fragen zu beantworten.
Eine Beteiligung für Bürgerinnen und Bürger ist erst vorgesehen, wenn die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Beteiligungsangebote feststehen und die entsprechenden Unterlagen vorliegen. Die erforderlichen Genehmigungen für das Projekt wurden bereits erteilt. Weitere wichtige Meilensteine sind unter anderem der Zuschlag im Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur sowie die finale Ausgestaltung der Beteiligungsmodelle.
Vor Beginn einer Beteiligung werden alle relevanten Informationen in einem ausführlichen Beteiligungsprospekt transparent dargestellt. Dieser wird im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erstellt und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft. Darin werden sämtliche wesentlichen Parameter, Chancen und Risiken der Beteiligung nachvollziehbar erläutert.
Uns ist wichtig, dass jede Interessentin und jeder Interessent auf Grundlage vollständiger und transparenter Informationen eine fundierte Entscheidung treffen kann. Wer sich heute für das Projekt interessiert, muss daher keine Entscheidung treffen und keine finanzielle Verpflichtung eingehen.
Geplant ist eine regionale Beteiligung mit Vorrang für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Bergen, Burgsalach, Nennslingen und Raitenbuch.
Darüber hinaus sollen auch regionale Unternehmen, Vereine sowie bestehende oder gegebenenfalls neu gegründete Bürgerenergiegenossenschaften die Möglichkeit erhalten, sich am Energiewerk Jura zu beteiligen. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Chancen des Projekts möglichst breit in der Region zu verankern und eine langfristige regionale Wertschöpfung zu ermöglichen.
Die konkreten Teilnahmevoraussetzungen und Beteiligungsmodelle werden zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.
Nein. Wie bei jeder unternehmerischen Beteiligung gibt es keine Garantie für bestimmte Erträge oder Renditen.
Die vorgesehene Beteiligung erfolgt voraussichtlich in Form einer direkten Beteiligung am Projektunternehmen, beispielsweise über einen Kommanditanteil. Damit sind die Beteiligten unmittelbar am wirtschaftlichen Erfolg des Projekts beteiligt. Gleichzeitig bestehen – wie bei jeder unternehmerischen Beteiligung – Chancen und Risiken.
Alle wirtschaftlichen Annahmen, Ertragsprognosen sowie die damit verbundenen Risiken werden vor einer möglichen Beteiligung transparent dargestellt. Die entsprechenden Informationen werden in den Beteiligungsunterlagen umfassend erläutert.
Unser Ziel ist eine seriöse, nachvollziehbare und transparente Bürgerbeteiligung ohne unrealistische Versprechen oder Garantiezusagen.
Ja. Neben einer direkten Beteiligung am Projektunternehmen werden derzeit weitere Beteiligungsformen geprüft.
Dazu können beispielsweise Nachrangdarlehen oder spezielle Energiesparbriefe regionaler Banken gehören. Diese Modelle ermöglichen es, sich an der regionalen Energiewende zu beteiligen, ohne unmittelbar Gesellschafter des Projektunternehmens zu werden.
Welche Beteiligungsformen letztlich angeboten werden, hängt von den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Über die konkreten Möglichkeiten wird rechtzeitig und transparent informiert.
Unser Ziel ist es, unterschiedliche Beteiligungsangebote zu schaffen, damit möglichst viele Menschen und Institutionen aus der Region entsprechend ihrer individuellen Wünsche und Möglichkeiten am Energiewerk Jura teilhaben können
Diese Frage wird uns häufig gestellt. Nach aktuellem Stand sehen wir hierfür sehr gute Voraussetzungen.
Das Interesse aus der Region ist bereits heute außerordentlich hoch. Aktuell haben sich mehr als 1.400 Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und weitere Interessierte registriert, um über die geplanten Beteiligungsmöglichkeiten informiert zu werden.
Im Rahmen dieser Interessensbekundungen wurde bislang ein potenzielles Beteiligungsvolumen von rund 25 Millionen Euro avisiert. Diese Zahl stellt selbstverständlich noch keine verbindliche Beteiligungszusage dar, zeigt jedoch das große Vertrauen und Interesse der Region am Energiewerk Jura.
Darüber hinaus führen wir bereits Gespräche mit regionalen Banken und Finanzierungspartnern. Das Projekt stößt dabei auf großes Interesse. Regionale Kreditinstitute haben signalisiert, die Finanzierung des Energiewerks Jura grundsätzlich begleiten zu wollen.
Die Finanzierung eines Windparks basiert üblicherweise auf mehreren Bausteinen. Dazu gehören Eigenkapital der Projektgesellschaft, mögliche Bürgerbeteiligungen sowie langfristige Finanzierungen durch Banken und weitere Finanzierungspartner.
Die bereits erteilte Genehmigung, die kommunale Trägerschaft des Projekts, die gesicherte Netzanschlussperspektive sowie das hohe Interesse aus der Region schaffen hierfür eine sehr gute Ausgangslage.
Ja. Bereits heute können Sie sich unverbindlich als Interessentin oder Interessent registrieren lassen.
Mit einer Registrierung gehen Sie keinerlei finanzielle Verpflichtung ein. Sie erhalten lediglich Informationen über den Projektfortschritt sowie Hinweise, sobald konkrete Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt werden.
Die Registrierung hilft uns gleichzeitig dabei, das Interesse in der Region besser einzuschätzen und Beteiligungsangebote bedarfsgerecht zu gestalten.
Wer sich registriert, erhält die relevanten Informationen frühzeitig und kann die weitere Entwicklung des Energiewerks Jura aktiv begleiten.
Aktuell haben bereits mehr als 1.400 Interessierte ihr Interesse bekundet und dabei ein mögliches Beteiligungsvolumen von rund 25 Millionen Euro avisiert.
Die Gemeinden möchten die Energiewende aktiv gestalten und sicherstellen, dass ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Vorteile in der Region verbleibt. Das Energiewerk Jura ist deshalb ein kommunal getragenes Projekt und kein klassisches Investorenmodell.
Die Gemeinden profitieren unter anderem durch kommunale Beteiligungen, Gewerbesteuereinnahmen und zusätzliche finanzielle Spielräume für Infrastrukturprojekte.
Die kommunalen Einnahmen stärken die Haushalte der Gemeinden und kommen damit langfristig allen Bürgerinnen und Bürgern zugute. Zusätzlich ist eine regionale Bürgerbeteiligung vorgesehen.
Für das Energiewerk Jura liegt bereits eine rechtskräftige Genehmigung für den Bau und Betrieb der geplanten Windenergieanlagen vor.
Der Genehmigung ging ein umfangreiches Prüfverfahren voraus. In diesem Rahmen wurden zahlreiche Fachgutachten erstellt und von den zuständigen Behörden bewertet. Dazu gehörten unter anderem Untersuchungen zu Natur- und Artenschutz, Schall, Schattenwurf, Wasserwirtschaft, Luftverkehr, Denkmalschutz sowie weitere gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen.
Die erteilte Genehmigung bestätigt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Projekts erfüllt sind und die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.
Für das Projekt bedeutet dies einen wichtigen Meilenstein. Der Fokus liegt nun auf den weiteren Umsetzungsschritten, insbesondere auf dem Zuschlag im Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur, der Detailplanung der Bauphase sowie der Vorbereitung der vorgesehenen Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und weitere regionale Akteure.
Gleichzeitig bleibt Transparenz ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Deshalb informieren wir weiterhin regelmäßig über den Projektfortschritt, die nächsten Meilensteine und die geplanten Beteiligungsangebote.
Die bereits erteilte Genehmigung schafft somit eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Energiewerks Jura und gibt allen Beteiligten Planungssicherheit für die kommenden Projektphasen.
Die Standorte für die Windenergieanlagen wurden im Rahmen eines umfangreichen Planungs- und Genehmigungsprozesses ausgewählt und geprüft. Dabei wurden zahlreiche Kriterien berücksichtigt, darunter das Windangebot, die Abstände zu Wohngebieten, die Möglichkeiten der Netzanbindung, die vorhandene Infrastruktur sowie natur- und artenschutzrechtliche Anforderungen.
Die nun vorliegende Genehmigung bestätigt, dass die erforderlichen gesetzlichen und fachlichen Voraussetzungen für die geplanten Standorte erfüllt werden. Dem Genehmigungsverfahren gingen umfangreiche Untersuchungen, Gutachten und behördliche Prüfungen voraus.
Ziel war und ist es, Standorte zu entwickeln, an denen erneuerbare Energie effizient erzeugt werden kann und gleichzeitig die Auswirkungen auf Mensch, Natur und Landschaft auf das notwendige Maß begrenzt bleiben.
Natur- und Artenschutz waren ein zentraler Bestandteil des Genehmigungsverfahrens. Bereits über mehrere Jahre hinweg wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, um mögliche Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Lebensräume zu bewerten.
Dabei wurden unter anderem Vogel- und Fledermausvorkommen, Schutzgebiete, Biotope sowie weitere naturschutzfachliche Belange untersucht. Die Ergebnisse dieser Gutachten sind in die Planung eingeflossen und wurden von den zuständigen Fachbehörden geprüft.
Die bereits erteilte Genehmigung bestätigt, dass die gesetzlichen Anforderungen an Natur- und Artenschutz erfüllt werden und die vorgesehenen Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.
Der Transport der Windenergieanlagen wird auf Grundlage detaillierter Streckenuntersuchungen geplant und umgesetzt. Erste Streckenstudien wurden bereits durchgeführt, um die Eignung der vorhandenen Infrastruktur zu bewerten.
Ein großer Vorteil des Energiewerks Jura ist, dass die bestehende Straßen- und Wegenetzstruktur für die Transporte grundsätzlich sehr gut geeignet ist. Nach aktuellem Stand sind keine umfangreichen Ausbaumaßnahmen erforderlich. In einzelnen Bereichen können Anpassungen an Kurvenradien notwendig werden, um den sicheren Transport der Großkomponenten zu ermöglichen.
Die konkreten Transportkonzepte werden in den kommenden Projektphasen weiter ausgearbeitet und mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Ziel ist es, bestehende Infrastruktur bestmöglich zu nutzen und Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner auf das notwendige Maß zu beschränken.
Besonderen Wert legen wir auf einen transparenten Umgang mit den betroffenen Flächen und Wegen. Deshalb werden vor Beginn der Bauarbeiten gemeinsam mit Grundstückseigentümern, Jagdpächtern und den beteiligten Gemeinden Bestandsaufnahmen durchgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt eine erneute gemeinsame Begehung und Dokumentation.
Alle während der Bauphase genutzten Wege und Flächen werden nach Abschluss der Arbeiten ordnungsgemäß wiederhergestellt. Eventuelle Schäden werden dokumentiert und entsprechend beseitigt.
Unser Ziel ist es, die Bauphase sorgfältig zu planen und umzusetzen, sodass die Auswirkungen auf Landwirtschaft, Jagd, Anwohner und die Gemeinden so gering wie möglich bleiben.
Ja. Gerade Windenergieanlagen in Süddeutschland leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Netzengpässe und Redispatchkosten langfristig zu reduzieren.
Redispatch bedeutet, dass Netzbetreiber Erzeugungsanlagen zeitweise anpassen oder abregeln müssen, wenn das Stromnetz regional überlastet ist. Solche Eingriffe können Kosten verursachen. Sie sind jedoch kein Argument gegen den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort, sondern zeigen vor allem, wie wichtig ein passender Netzausbau und eine bessere regionale Verteilung der Stromerzeugung sind.
Für das Netzgebiet des Energiewerks Jura hat der zuständige Netzbetreiber N-ERGIE Netz den erforderlichen Netzausbau bereits gestartet und öffentlich dokumentiert. Die N-ERGIE Netz veröffentlicht ihre Netzausbauprojekte sowie den Netzausbauplan nach § 14d EnWG auf ihrer Website. Bis 2030 sind Investitionen von rund 1,3 Milliarden Euro in Optimierung, Verstärkung und Ausbau des Stromnetzes vorgesehen.
Bis zur geplanten Inbetriebnahme der Windenergieanlagen wird voraussichtlich bereits ein wesentlicher Teil der entsprechenden Netzausbaumaßnahmen angestoßen oder umgesetzt sein. Damit verbessert sich die Grundlage für die Aufnahme zusätzlicher erneuerbarer Strommengen in der Region.
Zudem ist Windstrom im Süden Deutschlands besonders systemdienlich. Strom aus Windenergie wird in Bayern und Süddeutschland direkt benötigt und kann helfen, den Bedarf an großräumigen Stromtransporten von Nord nach Süd zu verringern. Ein stärkerer Windausbau in Bayern und Baden-Württemberg kann laut Verbändeappell „Windausbau im Süden“ dazu beitragen, Windstromlücken zu schließen und Redispatchkosten zu senken. Der Appell nennt mögliche Einsparungen von bis zu 1,8 Milliarden Euro pro Jahr.
Auch die bayerische Wirtschaft unterstützt diesen Ansatz: Zu den Unterzeichnern des Appells gehören unter anderem der Landesverband Erneuerbare Energien Bayern, die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft sowie der Verband kommunaler Unternehmen, Landesgruppe Bayern. Hier finden Sie den zugehörigen Verbände Apell.
Das Energiewerk Jura ist deshalb nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung: Regionale Windenergie stärkt die Versorgung vor Ort, entlastet langfristig das Gesamtsystem und unterstützt eine bezahlbare, sichere und unabhängige Energieversorgung in Bayern.
Ja. Der Einsatz von Batteriespeichern wird im Rahmen des Energiewerks Jura intensiv geprüft und gehört zu den wichtigen Bausteinen der weiteren Projektentwicklung.
Aus unserer Sicht wird die Energiewende langfristig nur dann erfolgreich sein, wenn der Ausbau erneuerbarer Energien mit dem Ausbau von Speicherkapazitäten kombiniert wird. Wind- und Solarenergie erzeugen Strom nicht immer genau dann, wenn er benötigt wird. Speicher können dabei helfen, Erzeugung und Verbrauch zeitlich besser aufeinander abzustimmen und das Stromsystem insgesamt flexibler zu gestalten.
Darüber hinaus bieten Speicher die Möglichkeit, Strommengen gezielt dann bereitzustellen, wenn sie im Netz benötigt werden. Dadurch können erneuerbare Energien effizienter genutzt und Netzengpässe reduziert werden.
Auch wirtschaftlich gewinnen Speicher zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen es, Strom zu Zeiten niedriger oder sogar negativer Börsenstrompreise zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt bedarfsgerecht bereitzustellen. Dadurch können erneuerbare Strommengen besser vermarktet und zusätzliche Erlöspotenziale erschlossen werden.
Gleichzeitig können Batteriespeicher wichtige Systemdienstleistungen für das Stromnetz bereitstellen und so zur Stabilität und Versorgungssicherheit beitragen.
Ob und in welchem Umfang Speicher Bestandteil des Energiewerks Jura werden, hängt von den technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Aufgrund ihrer hohen Bedeutung für ein modernes Energiesystem werden entsprechende Lösungen jedoch bereits heute intensiv untersucht und in die Projektplanung einbezogen.
Der Netzanschluss des Energiewerks Jura erfolgt über das Stromnetz des regionalen Netzbetreibers N-ERGIE Netz.
Hierfür ist die Errichtung eines kundeneigenen Umspannwerks mit einem Großtransformator vorgesehen. In diesem Umspannwerk wird der von den Windenergieanlagen erzeugte Strom auf die erforderliche Spannungsebene transformiert und anschließend in das 110-kV-Hochspannungsnetz eingespeist.
Für das Umspannwerk wird nach aktuellem Planungsstand eine Fläche von etwa 500 bis 1.000 Quadratmetern benötigt. Der genaue Standort steht derzeit noch nicht abschließend fest. Aktuell werden geeignete Flächen in den Gemeinden Raitenbuch und Burgsalach geprüft.
Ziel ist es, das Umspannwerk in unmittelbarer Nähe einer bestehenden 110-kV-Freileitung beziehungsweise eines vorhandenen Hochspannungsmastes zu errichten. Dadurch können die Anschlusswege kurz gehalten und zusätzliche Eingriffe in Natur, Landschaft und Infrastruktur minimiert werden.
Die konkrete Standortfestlegung erfolgt im weiteren Planungsverlauf unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und naturschutzfachlicher Kriterien sowie in Abstimmung mit den betroffenen Grundstückseigentümern und den zuständigen Behörden.
Der Netzanschluss ist ein wesentlicher Bestandteil der Projektplanung. Die hierfür erforderlichen Abstimmungen mit dem Netzbetreiber laufen bereits, sodass die Voraussetzungen für die Einspeisung des erzeugten Windstroms frühzeitig geschaffen werden können.
Nein. Der Netzanschluss erfolgt über die bereits bestehende 110-kV-Infrastruktur der N-ERGIE Netz. Für den Anschluss des Energiewerks Jura sind keine neuen überregionalen Stromtrassen erforderlich.
Allerdings wird die bestehende 110-kV-Leitung im Rahmen der langfristigen Netzausbauplanung des Netzbetreibers modernisiert und leistungsfähiger ausgebaut. Hierzu gehört insbesondere die Erneuerung der Leiterseile sowie der Austausch einzelner Masten entlang der bestehenden Trasse. Hierz finden Sie auf der Informationsseite der N-ERGIE Netz die notwendigen Informationen.
Diese Maßnahmen sind Teil des allgemeinen Netzausbaus und dienen dazu, die Stromnetze auf die steigenden Anforderungen der Energiewende vorzubereiten. Die Arbeiten erfolgen innerhalb eines bereits bestehenden Leitungskorridors und nicht durch die Ausweisung einer neuen Trasse.
Der Ausbau der bestehenden Infrastruktur und die Anbindung regionaler Erzeugungsanlagen wie dem Energiewerk Jura ergänzen sich dabei sinnvoll: Während die modernisierte Hochspannungsleitung zusätzliche Netzkapazitäten schafft, wird gleichzeitig mehr erneuerbarer Strom direkt in der Region erzeugt und genutzt.
Dadurch kann die Versorgungssicherheit gestärkt und die Integration erneuerbarer Energien in Bayern weiter verbessert werden.
Ja. Die Einführung eines regionalen Bürgerstromtarifs ist ein Thema, das wir derzeit intensiv prüfen.
Unser Ziel ist es, dass die Menschen in der Region möglichst direkt von der erneuerbaren Energieerzeugung vor Ort profitieren können. Ein Bürgerstromtarif wäre eine attraktive Möglichkeit, regionale Wertschöpfung und regionale Energieversorgung miteinander zu verbinden.
Dabei können wir auf bestehende Erfahrungen aufbauen: Mit der Bürgerenergie Burgsalach gibt es bereits heute einen regionalen Stromtarif, der von über 300 Stromkundinnen und Stromkunden in der Region genutzt wird. Das zeigt, dass regionale Energielösungen funktionieren und auf großes Interesse stoßen.
Für das Energiewerk Jura prüfen wir derzeit verschiedene Modelle und Partnerschaften. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Die Bereitstellung eines regionalen Bürgerstromtarifs ist jedoch ausdrücklich Teil unserer Überlegungen.
Denn aus unserer Sicht sollte die Energiewende nicht nur in der Region stattfinden, sondern den Menschen vor Ort auch einen konkreten Nutzen bringen.
Nein. Die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) ist bereits erteilt. Mit ihr sind die konkreten Standorte verbindlich festgelegt und Bestandteil des Genehmigungsbescheids. Die jetzt geplanten Positionen sind das Ergebnis einer umfangreichen Prüfung und Abwägung.
